Ein paar Infos

1.    Ernährung

2.       Salz

3.       Fett

4.       Knochen/Kalzium/Kalium

5.       Süßes/Koffein/Fertiggerichte

6.       Knabberersatz

7.       Fleisch/Fisch/Fleischersatz

8.       Ersatzprodukte

 

1.Ernährung

Hier eine Auflistung der Punkte bei denen man in der Ernährung aufpassen sollte.

Lupus

Da durch Lupus das Arterioskleroserisiko gesteigert wird, sollte der Patient dem durch eine fettarme Ernährung vorbeugen. Zudem kann fettreiche Ernährung bei einigen Medikamenten die Wirkung verändern.

Bei einer Nierenbeteiligung sollte die Aufnahme von Eiweiße vermieden werden.

Kortison

Eine salzarme Ernährung beugt Wassereinlagerungen vor. Um Osteoporose vorzubeugen sollte man regelmäßig Vitamin D zu sich nehmen und eine Kalziumreiche Ernährung haben. Auch Vitamin K senkt das Risiko für Osteoporose. (Achtung! Punkt Gerinnungshemmer beachten.)

Auf Zucker sollte man weitestgehend verzichten, da Kortison die zelluläre Zuckeraufnahme hemmt. Heißt der Zuckerspiegel im Blut steigt und Diabetis wird begünstigt.

Gerinnungshemmer (bsp.:Marcumar)

Hierbei wird die Bildung von Vitamin K absichtlich gehemmt. Somit sollte man mit der Aufnahme durch Lebensmittel sparsam sein.

Azathioprin

Hierbei sollte auf Aufnahme von Grapefruits verzichtet werden. Da diese die Wirkung verändern können.

Was sollte man noch beachten?

In allen Fällen sollte auf Johanniskraut verzichtet werden. Dieses hebt von einigen Medikamenten (auch verhütungsmitteln) die Wirkung auf oder verändert sie stark.

Fettreiche Ernährung kann bei einigen Medikamenten die Wirkung verändern.

Bei gewissen Medikamenten kann die Wirkung durch Grapefruits oder Grapefruitsaft stark verändert werden.

Worauf sollte man bei Kalciumaufnahme durch Lebensmittel achten:

Um Kalzium aufnehmen zu können benötigt der Körper Vitamin D.

Das Verhältnis von Kalzium und Magnesium sollte 2:1 betragen.

 Eine Aufstellung Vitamin K-haltiger und Kalciumhaltiger Lebensmittel

 

Sonstige Erklärungen

Warum hemmen Gerinnungshemmer die Bildung von Vitamin K? (Punkt 2)

 

 

2.Salz
Ich habe mich auf eine Salzarme Ernährung umgestellt, da Kortison die Salzauscheidung verringert und es somit leichter zu Wassereinlagerungen kommt. Mit der Zeit konnte ich sehen, dass mein Gesicht etwas dünner geworden ist und das "aufgeblähte" Gefühl verringerte sich.
Auch bei zu hohem Blutdruck kann eine Salzreduzierung im essen hilfreich sein. Eine Zeit lang hatte ich einen zu niedrigen Blutdruck und musste mehr Salz zu mir nehmen damit er wieder höher wurde.

Wenn ich koche füge ich sehr wenig Salz hinzu, bei Pommes lasse ich es ganz weg. Zusätzlich esse ich keine Chips oder andere Knabbereien mehr. Damit meine Familie nicht mit mir verzichten muss stelle ich immer einen Salzstreuer zum nachwürzen auf den Tisch und alle sind glücklich.

 

3.Fett
Da wir eine erhöhte Gefahr der Arteriosklerose, Gefahr des Übergewichts oder der Fettleber durch Kortison haben, ist eine fettarme Ernährung wichtig.
Unter anderem benutze ich für das Braten meiner Gerichte Rapsöl. Statt Sahne gibt es bei uns im Supermarkt Soja-Cuisine zu kaufen, auf mein Brot kommt statt Butter Senf oder Frischkäse. Als Belag fettarmer Käse oder Wurst.

Hierbei sollte man allerdings beachten das Fett nicht immer schlecht ist. Beim Kauf sollte man darauf achten dass das Produkt möglichst wenig gesättigte Fettsäuren enthält. Zu viel gesättigte Fettsäuren erhöhen den Cholesterinspiegel, wobei ungesättigte Fettsäuren sich positiv auf unseren Fettstoffwechsel auswirken.


4.Knochen/Kalzium
Durch den Sonnenentzug und das Kortison werden die Knochen schnell in Mitleidenschaft gezogen. Somit achte ich darauf mehr Kalzium zu mir zu nehmen als gewöhnlich. Allerdings habe ich das Problem, dass mir von Milch schlecht wird. Also mixe ich mir sie meist mit irgendwas zusammen. So kann man sich schnell mal einen Früchtequark oder -Shake zusammenmischen, Naturjoghurt mit etwas Marmelade-, Zucker oder Früchten essen oder Käsebrot. Gemüse wie Brokkoli oder Lauch helfen auch. Zudem versuche ich so oft wie möglich auf das Ergometer zu gehen oder Übungen aus der Physiotherapie zu machen um fit zu bleiben.
Den Kaliumgehalt kann man mit Beispielsweise Trockenobst, bestimmten Obsorten (Aprikose, Avocado, Banane, Hagebutten, …), Gemüsesorten ( Bambussprossen, Blumenkohl, Broccoli, Kartoffeln, Kohlrabi, Spinat, Süßkartoffel, Hülsenfrüchten, Pilzen...) oben halten.

 

5.Süßes/Koffein/Fertiggerichte
Hier war es mir persönlich am schwersten mich umzustellen. Auf Energydrinks verzichte ich komplett, da ich dadurch Herzrasen bekomme. Auf Gummibärchen oder andere süße Leckereine verzichte ich so gut es geht ebenfalls. Pro Tag trinke ich höchstens ein Glas Cola, ansonsten Säfte und größtenteils Wasser. Auch die Fertiggerichte lasse ich weg. Zum einen habe ich gemerkt das ich mich mit weniger süßem wohler fühle, auch mein Gewicht ist wieder dem normalen entgegen gewandert. Zudem haben sich meine Magenprobleme um einiges verbessert.

 

6.Knabberersatz
Statt Chips und Gummibärchen musste irgendetwas zum kauen her um meine Fresslust zu unterdrücken. Als Ersatz für Limo gibt es die einfache Variante Wasser mit etwas Sirup zu mischen um Geschmack zu haben. Allerdings habe ich mich schnell auf pures Wasser umgestellt.
Statt salzige oder süße Knabbereien probier ich zurzeit sämtliches Obst durch, worauf ich am meisten Lust hab wird in Massen gekauft. Von Lytchees bis Äpfeln und wieder zurück. Zudem esse ich sehr gerne Tomaten- oder andere Salate oder pure Rohkost. Ab und zu eine Tüte Nüsse und mein innerer Schweinehund gibt Ruhe.

 

7. Fleisch/Fisch/Fleischersatz
Hier gehen viele Meinungen auseinander. Ich habe mir alles von A-Z angehört von wegen Fleisch ganz meiden, gar nicht verzichten, nur ab und zu essen,…. Dann habe ich einen Strich gezogen und es einfach selbst ausprobiert. Komplett fleischlos habe ich es nur einen Monat geschafft zu leben, dann hing es mir zum Hals raus. Am Ende hatte mich diese Umstellung mehr gestresst als gut getan. Da ich mich zu stark dazu zwingen musste. Also bin ich einfach auf eine fleischarme Ernährung umgestiegen. Mindestens jeden zweiten Tag vegetarisch/vegan kochen, wenn nicht sogar öfter. Zudem weniger Fleisch beim kochen ins essen geben. Eher Käse aufs Brot statt Wurst und versuchen mindestens einmal pro Woche Fisch zu essen. Auf Schwein verzichte ich komplett.
Diese neue Ernährung ist nicht nur gesünder, sondern entspricht meinen Vorstellungen sehr gut und hilft. Es kann natürlich sein das es mir körperlich vegetarisch oder vegan besser gehen würde. Aber meiner Meinung nach sollte man auch auf die Psyche achten, schließlich trägt diese auch einen entscheidenden Teil zu der Gesundheit bei.

 

8. Ersatzprodukte

Hier die Produkte die ich in meinem alltag ersetzt habe und durch was.

 

Creme-Fraiche/Schmand = Naturjoghurt
Weizenmehl = Vollkornmehl
Sahne = Creme cuisine
Butter/Magarine (aufs Brot) = Frischkäse, Olivenöl
Butter/Magarine (zum braten)= Öl (vorzugsweise Rapsöl)